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VolvicVolvic, eine Stadt mit Charakter

Im Herzen einer durch Vulkanausbrüche geformten Landschaft ist die Stadt Volvic, mit ihren fast 5.000 Einwohnern, heute international anerkannt für die Reinheit ihres Wassers. Zunächst aber war die Stadt vor allem für ihren grauen und widerstandsfähigen Stein bekannt, der hier ab dem 12. Jahrhundert abgebaut wurde.

Die durch ihr reiches Erbe geprägte Kleinstadt – enge Straßen zwischen Gebäuden aus Naturstein, zahlreiche Brunnen, eine feudale Burg, eine romanische Kirche, ein Museum usw. – zeugt von alter künstlerischer und handwerklicher Tätigkeit. Die etwa 30 km² große Gemeinde umfasst 17 Dörfer und stellt eine der Eingangspforten zum Regionalen Naturpark der Vulkane der Auvergne dar. Als beliebtes Ziel für Amateur- und Profisportler liegt Volvic im Herzen einer einzigartigen Naturlandschaft, die insbesondere dank der Schaffung eines regionalen Naturreservats, eines empfindlichen Naturraums, und dem Schutz seines Quellgebiets auf leidenschaftliche Weise geschützt wird.

Seit Beginn des Jahrhunderts zogen die Steinbrüche, die Gesellschaft „Société des Eaux de Volvic“ und das Unternehmen Michelin zahlreiche Menschen aus Italien, Spanien, Portugal und der Türkei an, die sich unter Wahrung des Reichtums ihrer Kultur zu integrieren wussten. Heute profitiert die Gemeinde dank der hochwertigen kulturellen und sportlichen Infrastruktur, einem engmaschigen Vereinsnetz und der Präsenz von Händlern, Handwerkern und Unternehmen von bemerkenswerter Lebendigkeit.

 


Le Goulet

Das Goulet, ein Ort voller Geschichte

Als erster Industriestandort für die Gewinnung des natürlichen Mineralwassers bildet das Goulet die „Eingangspforte“ zum Quellgebiet von Volvic, einem 38 km2 großen Gebiet, in dem das Regenwasser und die Schneeschmelze gesammelt werden. Im Herzen des Regionalen Naturparks der Vulkane der Auvergne, mit einer noch immer sehr schwachen Bevölkerungsdichte, ist dieses Gebiet hauptsächlich von Wald und Heideland bedeckt.

Diese außergewöhnliche Konstellation schützt das lokale Ökosystem auf ganz natürliche Weise.

Ein wenig Geschichte…

Zu Beginn des Jahrhunderts gab es nur wenig Wasser in Volvic. Im Jahre 1889 war es der Pionier M. LEGAY CHEVALIER, der als erster die Ambition hatte, das Dorf mit Wasser zu versorgen. Aber seine Mühen blieben vergeblich, da er nicht genug Wasser fand, um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen.

Im Jahre 1925 grub der Zweckverband Riom Volvic und Châtel Guyon einen Schacht neben dem aktuellen Werk des Goulet. Mit dem Emporsprudeln von Wasser sehr hoher Qualität war dieser Versuch auch von Erfolg gekrönt! Wir schreiben das Jahr 1927. Durch die Einfassung des Goulot soll es der Gemeinde Volvic an Wasser nicht mehr mangeln.

In den 30er-Jahren beginnt man schließlich damit, das Wasser in Flaschen abzufüllen. 1951 kauft der Hydrologe Louis Claude Vincent das Geschäft auf, um den Betrieb zunächst weiterzuführen und ihn 1955 dann schließlich an die Unternehmensgruppe SELLIER LEBLANC zu verkaufen. Daraufhin werden neue Anlagen für die Wasserfassung und die Abfüllung installiert. Die Tätigkeit bekommt sehr schnell neuen Schwung, und Pierre Letrilliard wird zum Geschäftsführer ernannt. 1960 wird dann die Gesellschaft „Société des Eaux de Volvic“ gegründet.

Im Jahre 1961 wird auf dem Grundstück der Gesellschaft nach einer Quelle gesucht. In etwa 100 m Tiefe stößt man schließlich auf die Clairvic-Quelle.

Das vom Labor für Hydrologie in Clermont-Ferrand analysierte Wasser zeigt einen höheren Mineralstoffgehalt als das Wasser aus der Goulot-Quelle und eine hohe Konzentration an Spurenelementen. Diese vielversprechenden Ergebnisse verleiten die Gesellschaft dazu, die Klassifizierung als NATÜRLICHES MINERALWASSER zu beantragen. Am 6. Oktober 1965 erhält das Wasser aus der Clairvic-Quelle per Erlass des Gesundheitsministeriums und nach Zustimmung der Akademie für Medizin das Label NATÜRLICHES MINERALWASSER.

Mit der Verbreitung der Marke wird 1973 mit dem Bau eines neuen Abfüllwerks auf dem Industriegelände Chancet begonnen. Nach und nach werden sämtliche Produktionstätigkeiten verlagert.

Auch wenn das „Goulet“ heute nicht mehr seine industrielle Bestimmung hat, so ist das „VOLVIC-Quellgebiet“ heute ein Ort zum Spazierengehen, Entspannen und Entdecken. Bei einem Spaziergang durch den Park können die Besucher einen erfrischenden Streifzug durch das Unterholz genießen und diverse Sportanlagen nutzen (Gesundheitspfade, Orientierungsläufe, Startpunkt von Wanderwegen usw.).

Am Rande des Parks enthüllt ein Informationspavillon alle Geheimnisse des natürlichen Mineralwassers von Volvic, von seiner Entstehung in 100 m Tiefe – geschützt durch sechs vulkanische Lavaströme – bis zur Abfüllung in Flaschen unter größtmöglicher Wahrung seiner ursprünglichen Qualitäten. Zudem können die Besucher an dem Know-how und der geistigen Einstellung der Gesellschaft „Société des Eaux de Volvic“ teilhaben, die den Umweltschutz, den Schutz der natürlichen Ressourcen und die ökologische Gestaltung in den Vordergrund stellt.

*Heute versorgt die historische Einfassung des Goulot rund 30 Gemeinden, darunter auch Volvic.

 


CarriereDer Steinbruch am „Puy de la Nugère“

Bei dem Steinbruch am „Puy de la Nugère“ handelt es sich um einen alten Puzzolan-Steinbruch, der heute stillgelegt ist und in die Ostflanke des „Puy de la Nugère“ eingehauen wurde.

Der seit Beginn des 20. Jahrhunderts betriebene Steinbruch wurde später von der Gesellschaft „Société des Eaux de Volvic“ aufgekauft, um die landschaftliche Unversehrtheit des Gebiets zu schützen. Im Rahmen eines Programms mit dem Regionalen Naturpark der Vulkane der Auvergne wurde der Steinbruch umgestaltet: Die Abbaufront wurde erhalten, die Sohle bepflanzt und begrünt, um die pflanzliche Wiederbesiedelung zu beschleunigen.

Die aus diesem komplexen Vulkan hervorgehenden Materialien nehmen zwei Formen an:

  • Fragmentiert (= Puzzolan, vom Namen des italienischen Ortes Puteoli am Fuße des Vesuvs), verwendet in der Herstellung von Betonblöcken oder für verschiedene Drainagen.
  • Massiv (= Trachyandesit oder Volvic-Stein), verwendet im Bau und der Bildhauerei in der gesamten Region.

Dass die Berge der Auvergne vulkanischer Natur sind, wurde erst ziemlich spät, im 18. Jahrhundert, entdeckt, obwohl ihre Steine schon seit dem 13. Jahrhundert abgebaut wurden.

Vom Vulkan… zum natürlichen Mineralwasser von Volvic

Die vulkanischen Emissionen des „Puy de la Nugère“ (Lavaströme, Asche, Schlacke), die seinen Wachstum erst ermöglichten, füllten auch das Tal von Volvic und schichteten sich stellenweise 100 m hoch.

Das auf die Vulkankette „Chaîne des Puys“ niedergehende Wasser versickert auf natürliche Weise in diesen durchlässigen oder rissigen Schichten, bis es schließlich auf undurchdringliches Granitsubstrat stößt.

Anschließend fließt es dem Profil des ehemaligen Tals folgend in Richtung Ebene ab.

Diese langsame Durchsickerung in Kombination mit der starken Bewaldung der Auffanggebiete mit geringer menschlicher Aktivität garantiert dem natürlichen Mineralwasser von Volvic seine Reinheit. Dieses wird in geschützter Tiefe von 90 m gewonnen.